Schloss Martinskirchen – Schloss Tiefenau

Der Ort Tiefenau wurde 1013 vom Kaiser Heinrich II dem Bistum Meißen zugeordnet und ist eines der ältesten Anwesen der deutschen Besiedlung in unserer Region.

Um 1704 kaufte August Ferdinand von Pflugk das Rittergut Tiefenau. Er wurde 1705 in den Reichsgrafenstand erhoben. Er ließ sich ein Schloss bauen und es entstand der angrenzende  Wirtschaftshof, ein kleiner Park und Garten im barocken Stil.

Bis 1945 bleibt Schloss Tiefenau in Familienbesitz.

Das Schloss wurde von der Familie  ab 1933 nicht mehr bewohnt.

Ab 1933 – 1936 fand hier der Reichsarbeitsdienst (Unterbringung) statt. Damals wurden die Teiche ausgehoben, saniert und am Schloss Reparaturarbeiten vorgenommen.

Von 1938 – 1940 wurden im Schloss Zwangsarbeiter aus dem Rüstungsbetrieb Stahlwerk Gröditz untergebracht.

1940 – 1945 waren im Schloss Tiefenau französische Kriegsgefangene untergebracht.

Nach 1945 wurde auch die Familie durch die Bodenreform enteignet.

1945 – 1947 war Schloss Tiefenau ein Kinderheim. 1948 wurde das Schloss abgerissen.

Obwohl vom Schloss Tiefenau nur noch Grundmauern stehen, der angrenzende Wirtschaftshof zerfallen  und der Garten (Rosengarten) schlicht wirkt, kann man die einstige Schönheit dieses Besitzes sehr wohl erahnen.

Es lohnt sich der Ausflug. Mit dem Rad sind es ca. 23 km  (eine Strecke) bis zum Schloss Tiefenau.  Fahrt ihr noch 2 km weiter, dann gelangt ihr zur Koselitzer Teichlandschaft.

 

Viel Spaß!

Karte folgt!