Kirche Martinskirchen, Kriegsgräberdenkmal, Friedhof der Stephanns

  • 1253 erstmals erwähnt ist die Kirche im Kern romanisch.
  • Ursprünglich besaß die Martinskirche zwei Türme.
  • Nach einem Brand wurde die Martinskirche um 1697 – 99 erweitert und umgebaut durch Georg von Wehlen.

Bilder 2017

  • Am 21.10.1699 wurde die Turmspitze aufgesetzt – die Restaurierung war abgeschlossen. Die Bekrönungskugel enthielt eine Urkunde:
    • „Ihre jetzige Gestalt erhielt die Kirche durch die Freigiebigkeit des Herren von Wehlen.“
    • 1738 wurde der Turm (am Mauerwerk und Dach) ein weiteres Mal restauriert.
    • 1767  wurde die Turmkugel vom Blitz getroffen. Es erfolgte eine weitere Restaurierung.
    • 1819 erfolgte eine erneute Restaurierung der Martinskirche.
    • 1828 das Innere der Kirche wurde abermals restauriert. Die Kirche bekam eine neue Orgel.
    • 1838 bekam die Martinskirche erneut eine neue Orgel.
    • 1839 erhielt die Martinskirche zwei neue Glocken.
    • 1852 wurde eine Turmuhr angeschafft und ein zweites Ziffernblatt nach der Dorfseite angebracht.
    • Im Jahr 1904 erfolgt erneut eine Renovierung, dabei wurde die Martinskirche  außen und innen verputzt. In der Kirche befindet sich ein Kanzelaltar aus dem Jahre 1697, Abendmahlgemälde, Sandsteintaufbecken und ein zusammengehöriger Grabstein für 4 Kinder der Familie Rottendorf, 3 Rittergrabsteine der Familie von Körbitz und der Grabstein von Georg von Wehlen.

Inschrift auf dem Grabstein von Georg von Wehlen:

Hier ruht in Gott Herr Hans George von Wehlen, so zu Dresden den 3. April Ano 1652 geboren, diente vier großen Kurfürsten und genoss deren beständige Gnade. Sein in nichts als einem ehrlichen Namen bestehendes Vermögen segnete Gott reichlich und machte ihn zu einem gesegneten Jakob an Kindern und Gütern, an Glück und Ehren.

    • 1904 spendete Ilka Stephann zwei Buntglasfenster mit den Bildern von Martin Luther und Philipp Melanchton.
    • 1907 Reparatur der Orgel in der Martinskirche.
    • 1923 bekam die Martinskirche zwei neue Glocken als Ersatz für die im Kriege abgelieferten.
    • 1933 wurde ein neuer Kirchenofen angeschafft und eingebaut.
    • 1936 erhielt der Kirchtum eine neue Uhr.
    • 1954 wurde die Martinskirche mit einer elektrischen Beleuchtungsanlage ausgestattet.
    • 1955 erfolgte am Kirchendach der Martinskirche eine größere Reparatur.
    • 2004 fand ein festlicher Sommergottesdienst „100 Jahre Buntglasfenster“.

Bilder 2015

Bilder 2014

Bilder – Innenbereich

Weitere Sehenswürdigkeiten an der Martinskirche sind das Kriegsgräberdenkmal und der Stephannsche Friedhof.

 

Kriegsgräberdenkmal

1921 wurde das Kriegsgräberdenkmal vor der Martinskirche errichtet. Im zweiten Weltkrieg wurde an dem Kriegsgräberdenkmal eine Tafel befestigt, für die 19 Männer aus Martinskirchen, die nach 1916 nicht wieder aus dem Krieg zurück kamen. Heute wird es von der Stadtjugendfeuerwehr Mühlberg und einigen Dorfbewohnern gepflegt.

Stephannsche Friedhof

Als die alte Zehntscheune auf dem Hundeberge abgerissen entstand an deren Stelle der Stephannsche Friedhof.

1.11.1856 hörte in Martinskirchen und Altbelgern das Erzehnerverhältnis auf (Arbeitsverhältnis zwischen Dorfbewohnern und Gutsbesitzer). Am 4.11.1956 traten die Besitzer ihr freies und unbelastetes Eigentum bzw. ihre Abfindungsstücke an (freie Besitzer).

Ab 5.08.1959 gab es die Bezeichnung des Arbeitsverhältnisses „Erbzehnter“ nicht mehr. Die Bezeichnung gehörter der Vergangenheit an.

 

Gruft

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.