Schloss Martinskirchen

  • 1739 kaufte Obersteuereinnehmer Graf Friedrich Wilhelm von Brühl das Rittergut. Er ließ sich in der Zeit von 1754 – 1756 durch den Architekten Krubsacius das Schloss Martinskirchen bauen. Krubsacius war ein Schüler Knöffels in Dresden.
  • Das Schloss diente ursprünglich als Jagd- und Lustschloss, dadurch entstanden großzügige angelegte Park’s und Gärten im Umfeld.
  • Der französische Garten wurde an der Südseite des Schlosses mit zierlich verschnittenen Hecken, Bosketts, lauschigen Plätzchen und Springbrunnen angelegt. Glänzende Feste und Parforcejagden wurden in dieser Zeit in Martinskirchen gefeiert.

Alte Karte

  • Vom Saal aus konnte man bis 1800 auf den französischen Garten blicken.
  • Das Schloss Martinskirchen ist ein dreigeschossiger Putzbau. An der Nordseite (Hofseite) erkennt man die Initialkartusche von Brühl.
  • Den Ostflügel ziert eine Jagdgöttin, den Westflügel eine Flussgöttin. Die Südseite (Gartenseite) zeigt das Allianzwappen der Familie Brühl mit der Grafenkrone.
  • Ebenfalls auf dieser Seite erkennt man das Oval des Marmorsaales, der sich über beide Obergeschosse erstreckt. Der Marmorsaal mit dem einzigartigen Deckengemälde und den zwei Marmorkaminen mit hohen Spiegelaufsätzen, ist das Schmuckstück des Schlosses. Der Saal ist mit rosa Stuckmarmor verkleidet.  Seit der Antike wurde Stuck eingesetzt, um Fassaden oder Innenräume zu gestalten.
  • Die Gemälde im oberen Teil sind stark verblasst. Ca. 2000 wurde das Deckengemälde und zwei der darunter liegenden Gemälde restauriert.  Das Deckengemälde zeigt Jagdgöttin Diana mit ihrem Jagdgefolge. Es wird Stefano Torelli zugeschrieben. Er war um 1740 Hofmaler am Sächsischen Hof.
  • Ein noch gut erhaltener Raum ist das Jagdzimmer mit grüner Wandvertäfelung und Eichenholzschnitzereien mit Symbolen der Jagd.
  • Bis 1945 blieb das Schloss in dem Besitz der Familie Stephann, zuletzt unter dem Namen Brendel.
  • Als 1945 die russische Armee anrückte, floh die Gutsherrschaft. Kronleuchter, Spiegel, Öfen und anderes Inventar wurden zerschlagen oder abtransportiert.
  • Nach Abzug der russischen Armee quartierte man über 300 Umsiedler ein.
  • Das Gut Martinskirchen wurde durch die Bodenreform aufgeteilt. Anfang der 50iger Jahre baute man die große dreiläufige Haupttreppe aus und im Schloss wurde eine Berufsschule mit Internat eingerichtet. In den 70iger Jahren wurde die Berufsschule wieder ausgegliedert.
  • Die Kommune übernahm ab 1968 den westlichen Teil des Schlosses. Dort zogen im Erdgeschoss eine Schwesternstation und eine Gaststätte ein.
    Der Rat der Gemeinde übernahm 1985 die Trägerschaft über das gesamte Schloss. Ab da wurden einige Räume im östlichen Teil des Schlosses für eine Poststelle und einen Friseur genutzt.
  • Im April 1992 übergab die Treuhand das Schloss in die Hände der Gemeinde Martinskirchen.
  • In der Zeit von ca. 1991 – 1997 wurden Restaurierungsarbeiten am Schloss durch die Brandenburgische Schlösser GmbH durchgeführt.
    Danach nutzte die Gemeinde das Schloss vielseitig.
  • Im Oktober 2013 hat sich der Förderverein Schloss Martinskirchen gegründet, dem das Schloss Martinskirchen sehr am Herzen liegt.
  • Das Schloss öffnet jährlich zum Tag des offenen Denkmals seine Türen.
  • Öffnungszeiten Schloss Martinskirchen:
    • Mai – Oktober am zweiten Sonntag im Monat von 15.00 – 17.00 Uhr und
    • Di, Do und Fr von 10.00 – 11.00 Uhr + 14.00 – 17.00 Uhr.

Besuchen Sie uns: www.fv-schloss-martinskirchen.de

 

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